Kategorie: Ayurvedische Tipps und Tricks

16 Sep 2019

Die Heilkraft des heißen ayurvedischen Wassers

Wer mich aus meinen Kursen kennt, wird diesen Satz schon oft gehört haben, ich kann ihn aber dennoch nicht oft genug sagen!

In diesem Blogbeitrag möchte ich etwas näher auf all die positiven Effekte der Einnahme von warmem Wasser am Morgen eingehen und darüber berichten. ​

​Die morgendliche Dusche
für Dein Verdauungssystem

Wir bestehen zu einem Großteil aus Wasser

(zu ca. 60%, je nach Konstitution) 

So ist es gar nicht verwunderlich, dass das Trinken von warmem Wasser für jede Konstitution eine echte Wunderwaffe gegen fast alle Krankheitserscheinungen ist. Da wir über die Nacht viel Wasser über die Haut verlieren, sollten wir gleich morgens unsere Reserven wieder auffüllen. Das Trinken von heißem Wasser am Morgen ist in vielen Kulturen verbreitet, leider jedoch in unserem schnelllebigen Kulturkreis verloren gegangen. Daher ist es hier zunächst für viele Menschen ein wenig befremdlich. ​

​Wie Tee, bloß ohne Tee

​Ich höre oft:

​„Wirklich?
Nur heißes Wasser? Kein Tee? Kein Spritzer Zitrone?“

​Meine Antwort ist dann:

Klar, Du musst das wie eine Dusche für Deinen Verdauungskanal verstehen. Du duschst ja schließlich auch nicht mit Tee oder Kaffee, da Du ja um den reinigenden Effekt von warmem Wasser auf Deiner Haut weißt. Das warme Wasser hilft Dir, Deinen gesamten Verdauungskanal auf die nachfolgende Nahrungsaufnahme vorzubereiten.

Warmes Wasser am Morgen hat enorm viele positive Effekte auf Deine Gesundheit:

Und dazu noch kostet es Dich fast nix.

Sanftes Detoxing

  • ​Stoffwechselgifte und Toxine (Ama) werden sanft aus Deinem Organismus geschleust und über den Urin ausgeschieden
  • Es erwärmt Dich und aktiviert Dein Verdauungsfeuer (Agni)
  • Dein Heißhunger auf Süßigkeiten wird deutlich minimiert
  • Es öffnet die Körperkanäle (Shrotas) und hilft Stoffwechsel- Abfallprodukte (Mala) rasch aus dem Organismus zu entfernen.
  • ​Deine Körpergewebe (Dhatus) werden gut gespült, gereinigt und genährt

Natural Glow

  • ​Es verfeinert und klärt langfristig Dein Hautbild
  • Warmes Wasser verbessert Deine Ausstrahlung (Oja)
  • Verleiht Dir bereits am Morgen ein Gefühl von Leichtigkeit und Frische

Wake up

  • ​Es macht Dich wacher und konzentrierter
  • ​​Es aktiviert Deinen Stoffwechsel, meist kannst Du schon kurz nach dem Trinken zum Klo gehen
  • Durch die Dusche für den Verdauungskanal, wird Dein Organismus optimal für die Aufnahme aller weiteren Vitalstoffe vorbereitet
  • Der Flüssigkeitseffekt der Nacht wird rasch wieder ausgeglichen

Vital und gesund durch heißes Wasser

  • Du fühlst Dich dauerhaft aktiv und warm
  • Das heiße Wasser ist die beste Prophylaxe gegen Erkältungen
  • Deine Blase und Niere werden gespült
  • Ein Glas heißes Wasser am Morgen hilft Körper- und Gelenkschmerzen sowie Fett zu reduzieren
  • Es reinigt den Harnapparat, reduziert Erkältungen, Husten und Fieber und dient der Gesunderhaltung insgesamt

Wie machst Du das?

Nach den alten ayurvedischen Rezepturen wird die Abkochung des Wassers für mind. 15 Min. bei geöffnetem Topfdeckel empfohlen. -> ​Das Wasser sollte etwas abkühlen und so heiß wie möglich schluckweise getrunken werden.

Durch den langen Kochvorgang wird das Wasser aus ayurvedischer Sicht feinmolekularer (sukshma) und erfährt einen Reinigungsprozess (sattva) den wir auch beim Trinken spüren. Meist wird das ayurvedische Wasser als süßer und leichter empfunden.

Diese Methode ist nicht immer alltagskompatibel: wir haben zu wenig Zeit und die Küche aus Furnierholz löst sich durch den Wasserdampf auf. 

Du kannst dennoch den positiven Effekt des Heißen-Wasser-Trinkens erfahren:

​​Koche das Wasser wie gewohnt im Wasserkocher und füge etwas kaltes Wasser hinzu, um es in der Temperatur anzupassen

Idealerweise füllst Du Dir in einer Thermoskanne Dein warmes Wasser ab und trinkst es über den Tag verteilt.

„​Das beste und reinste Wasser – und zugleich ​besonders heilsam - ist das Regenwasser, dass in den Monaten September und Oktober fällt." (gilt insbesondere für tropische Länder)


Caraka Samhitha, ca. 600 v.Chr

Die Heißwassertrinkkur:

Gewichtsregulation durch heißes Wasser

Wenn Du eine sanfte Detoxkur trotz Beruf, Familie und Alltag machen möchtest, so nimm Dir vor, im 30-minütigen Rhythmus ca. 150-200 ml heißes Wasser zu trinken.

Dein Stoffwechsel wird dadurch merklich beschleunigt, vielleicht wirst Du den ersten Tag auch mehr schwitzen. Das ist aus ayurvedischer Sicht ein positives Zeichen und sorgt für ein sehr gutes Agni (Verdauungsfeuer), dem Ausscheiden von Ama (Stoffwechselgifte) und dem Erhalt von Oja (Ausstrahlung und Immunität).

Meide eiskalte Getränke

Bitte versuche auf (eis-) kalte Getränke zu verzichten. Das Verdauungsfeuer (Agni) stellen wir uns im Ayurveda wie eine kleine Flamme vor, die mal mehr und mal weniger lodert.

Je stärker das Feuer brennt, dest stärker ist Deine Stoffwechselaktivität und damit die Verwertung der Vitalstoffe aus der aufgenommenen Nahrung.

Eine gute Verdauung lässt uns aus dem feststofflichen Nahrungsmittel sofort feinstoffliche Energie beziehen, die uns Kraft, Vitalität und Ausdauer verleiht. Somit ​nimmt das Verdauungsfeuer Agni eine sehr zentrale Rolle ​ein.

Es ist kaum zu glauben, aber selbst Wasser muss verdaut werden, wenn es für den Körper von Nutzen sein soll. Kaltes Wasser benötigt ca. 6 – 8 Stunden für diesen Prozess. Wasser, das aufgekocht wurde und dann abgekühlt getrunken wird, benötigt hierzu nur die Hälfte der Zeit. Lauwarmes Wasser, das gleich nach dem Kochen getrunken wird, ist am schnellsten, in nur 1-2 Stunden verdaut.

Das konsumieren von (eis-) kalten Getränken insbesondere zu den Mahlzeiten wird unser Verdauungsfeuer empfindlich stören, wenn nicht sogar zum Erlöschen bringen. Der gesamte weitere Verdauungsvorgang kommt ins Stocken und wir fühlen uns antriebsarm und träge nach dem Essen.

Ayurveda empfiehlt daher möglichst häufiger über den Tag verteilt kleiner Mengen warmes oder heißes Wasser und während der Mahlzeiten besser keine weiteren Getränke einzunehmen.

Große Mengen Wasser sollten nie vor oder während der Mahlzeit getrunken werden, da dies das Verdauungsfeuer (Agni) reduziert.

Wasser, das direkt nach einer Mahlzeit getrunken wird, erhöht das Kapha im Körper und verursacht Gewichtszunahme. Daher sollte man frühestens eine bis eineinhalb Stunden nach dem Essen wieder etwas trinken.

Wer braucht wieviel Wasser?

Vata

Vata dominierte Typen haben es häufig mit trocknen (Schleim-) häuten und innerer Kälte zu tun.

Vata Konstitutionen vergessen schnell mal das Trinken und neigen zu Dehydrationserscheinungen, wie Kopfschmerzen, Schwindel, trockner Haut, Fahrigkeit.

Als Ausgleich ist 2-3 l warmes Wasser über den Tag verteilt getrunken empfehlenswert.

Im Laufe des Tages kann es den Vata Menschen an geschmacklichen Abwechselungen fehlen. Als Kräuterzusätze eignen sich hier gut: Zimt, Süßholz, frischer Ingwer, Rosenblüten (Vorsicht, bitte für Vata Menschen nicht zu viel Ingwer nach 16 Uhr konsumieren, denn er könnte zu stimulierend wirken und den Nachtschlaf stören)

Vorsicht: ​Bitte für Vata Menschen:
Nicht zu viel Ingwer nach 16 Uhr konsumieren, denn er könnte zu stimulierend wirken und den Nachtschlaf stören.

Pitta

Pitta dominierte Menschen sind eher warmblütig und tendieren dazu hitzköpfig zu reagieren. Daher sollte das Wasser eher warm und nicht zu heiß sein, um das Feuer nicht noch zusätzlich zu entfachen.

Dennoch weist auch der Pitta- Mensch eher trockene (Schleim-) häute auf und sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten. Das wird Pitta Konstitutionen auch nicht sehr schwerfallen, denn sie haben ein ausgeprägtes Durstgefühl.

Um es im Laufe des Tages etwas abwechslungsreicher für den Pitta Menschen zu gestalten, können dem warmen Wasser frische Kräuter wie Minze, Melisse, Verbene oder auch Fenchelsamen, Süßholz, Zitrone und Kurkuma hinzugefügt werden.

​Kapha

Kapha dominierte Menschen haben von Natur aus einem großen Anteil körpereigenen Wassers und benötigen daher weniger Flüssigkeit als andere Typen.

Ich höre immer wieder in der Praxis: „…und dabei habe ich doch den ganzen Tag nur (kaltes) Wasser getrunken und habe am Abend 1 kg mehr auf der Waage.“

Dieses Phänomen zeigt sich besonders bei Menschen mit einem ausgeprägten Anteil Kapha. Kapha Menschen speichern das Wasser geradezu. Insbesondere kaltes Wasser schadet den Kapha Konstitutionen geradezu, denn die typische Kälte und Trägheit wird damit noch verstärkt.

Das Wasser sollte also recht heiß sein. Kapha Menschen benötigen ca. 1-2 l Wasser am Tag.

Getrockneter Ingwer, Kurkuma, Pfeffer, Pippali, Nelken, Salbei und Basilikum sind gute Kräuter für den Kapha Menschen.

Das ayurvedische Goldwasser

Zum Schluss möchte ich Dir noch ​zwei Rezepte für die Zubereitungen der ayurvedischen Heilwässer:

In das kochende Wasser kann ein kleines Stück Gold (z. B. in Form Deines Eheringes oder einer Münze) gegeben werden.

Laut der Caraka Samhitha (Schriftsammlung der Ayurveda Texte) ist das Goldwasser besonders zuträglich für:

  1. 1
    ​Die Anregung der Leistungsfähigkeit des Gehirns
  2. 2
    ​Versorgung der koronaren Herzkranzgefäße
  3. 3
    ​Reduktion von Gelenksentzündungen
  4. 4
    Kräftigung des Immunsystems

Das ayurvedische ​Kupferwasser

Lagere Wasser über Nacht in einem Kupferbecher und trinke ihn möglichst vor Sonnenaufgang am Morgen. Laut der alten Schriftgelehrten ist dieses Wasser in seiner Heilwirkung kaum zu überschätzen:

  1. 1
    ​​Kupfer wirkt in diesen geringen Mengen wie ein natürliches Desinfektionsmittel für Bakterien
  2. 2
    Fördert die Umwandlung von Körperfett in verfügbare Energie
  3. 3
    Wirkt wie ein Tonikum für die Leber
  4. 4
    Regt die Blutneubildung an und unterstützt die Funktion der Milz
  5. 5
    Lindert rheumatischen Muskel- und Gelenkerkrankungen
  6. 6
    Beugt einer trockenen, rötlichen und gereizten Haut vor und fördert die Neubildung von Kollagenen

​Starte jetzt!

Es ist sehr leicht und schnell umzusetzen und Du wirst schon nach kurzer Zeit einen guten Effekt verspüren.

14 Aug 2019

Welches Frühstück passt zu mir?

Dein optimaler Start in den Tag!

Zwischen ca. 6 -10 Uhr ist das Kapha Dosha ausgeprägt. Die Eigenschaften dieses Doshas sind unter anderem schwer, träge und unbeweglich.


Das Verdauungsfeuer (Agni) ist um diese Uhrzeit bei den meisten Menschen noch recht inaktiv. Isst Du nun besonders gehaltvoll und schwer, so wird das Kapha Dosha angehäuft. Und wird eine gewisse Trägheit und Antriebsarmut zur Folge haben. ​

​Das Kapha Dosha wird Dir dieses Gefühl vermitteln

​Das kann sich den ganzen Tag hindurch schwer, träge und lustlos anfühlen und Du wirst wohlmöglich sogar viel mehr Heißhunger als sonst verspüren.

​Für die meisten Menschen eignet sich daher eine warme, leicht verdaubare Mahlzeit mit vielen Geschmacksrichtungen besonders gut, um kraftvoll und energiegeladen in den Tag zu starten.

Ein paar Tipps

für gute und schlechte Nahrung zum Frühstück:

DON'T
  • ​Kaltes (Vollkorn-) brot mit Käse oder Wurst: die Kombination ist schwer verdaubar
  • ​​Kalte Joghurt/Quark/Milchspeisen: Nicht mit ​rohen Früchten kombinieren.
  • ​​Kalte Smoothies
  • ​​Fettige und gehaltvolle Mahlzeiten
DO
  • ​​Besser bekommt es Dir, wenn das Brot schon mindestens 1 Tag alt ist und Du es warm als Toast mit etwas Ghee isst
  • ​​Statt​ kaltem Joghurt wäre für Dich ein warmer Grießbrei mit kurz gedünsteten Früchten viel bekömmlicher
  • ​​Warme, gewürzte Mandelmilch (Rezept weiter unten)
  • ​​Kleine, warme, bekömmliche Portionen

Alltagstauglich frühstücken trotz Beruf und Familie

Wer kennt das nicht: es ist noch so dunkel draußen und im Bett ist es einfach noch so gemütlich schnell noch 2-3 mal auf den Schlummermodus des Weckers gedrückt und schon ist es schon wieder viel zu spät und alle Vorsätze wirklich heute mit der Umsetzung der ayurvedischen Empfehlungen zu beginnen sind mal wieder dahin.

Hier ein paar Tipps, wie es Dir morgens gut gelingen wird

1​.

Kaufe Dir vorab schon mal alle Flocken, Nüsse, Süßungsmittel, Gewürze und Öle, die Du für Dein Frühstück benötigst, fülle alles in schöne Gläser ab und stelle es Dir gut sichtbar in Deine Küche.

2​.

Du kannst Dir morgens rasch Deine Getreidemilch erwärmen und je nach Tageslaune Dir Deine Mischung zusammenstellen, übergießen, würzen und genießen, bevor Du zum Job startest.

Falls es morgens zeitlich gar nicht passt

3​.

Besorge Dir einen Thermo Essensbehälter.
Diesen stellst Du Dir am Abend bereits zurecht.

4​.

Nun musst Du morgens nur noch die Flocken, Samen und Gewürze Deiner Wahl in den Thermobehälter füllen:

  • Wenn Du magst, würfele noch eine Frucht hinein, sie wird im Thermobehälter gleich mitgegart
  • Wasser oder Getreidemilch erhitzen und in die Kanne füllen
  • Deckel zu und los geht’s.

Hast Du die nächste freie Zeit in Deinem Timetable, ziehe Dich ein wenig zurück und genieße Dein warmes Frühstück. Es ist nun schön durchgezogen und immer noch schön warm.

​Diese Extraportion an Selbstfürsorge wird sich richtig gut anfühlen!


Ayurvedisches Frühstück - Grundrezept

Es müssen gar nicht teure Fertigmischungen aus dem Supermarkt sein. Stell Dir doch Deinen eigenen optimalen Start in den Tag zusammen und variiere nach Geschmack und Wirkung, wie es für Deine individuellen Bedürfnisse am besten passt.

Ein einfaches Grundrezept ​für Dich zum Variieren:
  • ​Nimm 2-3 EL (Pseudo- Getreide)
  • ​Übergieße es mit heißer Getreide- oder Nussmilch oder Wasser
  • ​Würze es nach belieben
  • ​Toppings: z.B. Nüsse/ Samen
  • ​getrocknete oder gedünstete Früchte (können entfallen)
  • ​1 TL Öl oder Ghee
  • ​ggf. süßen oder salzen

Gute Basis:

​Haferflocken, Reisflocken, Amaranth gekocht, Maisgries, Buchweizenflocken, Roggenflocken, Weizenflocken

Gute ​Flüssigkeiten:

​Hafer-, Mandel-, Cashew-, Dinkelmilch oder einfach Wasser

Gute ​Gewürze:

​frisch geriebener Ingwer, Fenchelsamen, Zimt gemahlen, Koriandersamen, Macis (Muskatblüte), Kurkuma, Pfeffer, Chili und Kardamom

Gute ​Nüsse und Samen:

Cashew-, Hasel-, Wal-, Para-, Macadamia- und Kokosnuss, blanchierte Mandeln, Pistazien, Kürbis- und Sonnenblumenkerne, Chia und Leinsamen

Gute ​Obstsorten:

​Gedünstete Äpfel oder Birnen, Cranberrys, getrocknete Datteln, getrocknete Feigen, Rosinen, getrocknete Maulbeeren, getrocknete Mangos

Gute ​Fette:

Ghee, Kokosöl, Sesamöl, Leinsamen Öl (lecker ist hier besonders gut für das Frühstück: Omega orange Leinöl Mixtur von Bio Planet), Mandelöl, Walnussöl

Gute ​Süßungsmittel:

​Jaggery (Zuckerrohrsirup), Kokosblütenzucker, Ahornsirup, Reissirup 


Apfel- Hirse Frühstück

Zutaten für 1 Personen
Zubereitungszeit ca. 10-20 Min.

  • ​30 g Hirse-Flocken
  • ​80 ml Hafermilch
  • ​1 TL Zimt
  • ​Salz
  • ​1 Apfel
  • ​1 EL gehackte Haselnüsse
  • ​1 EL Kokosblütenzucker
  • ​1 TL Ghee
  • Die Hafermilch mit gemahlenem Zimt und etwas Salz aufkochen.
  • Die Herdplatte ausstellen, die Hirseflocken einrühren und unter Rühren 5 Min quellen lassen.
  • Den Apfel in kleine Stückchen schneiden und 3 Min. andünsten
  • Gehackte Haselnüsse kurz anrösten bis sie duften.
  • Hirse in Schüsseln geben und den Apfel und die Nüsse darauf verteilen.
  • Ghee hinzufügen
  • Mit Kokosblütenzucker überstreuen.
  • Warm genießen.

​Spicy Granola Topping

Zutaten für ​ca. 10 Portionen
Zubereitungszeit ca. 10-20 Min.

  • ​2 Tassen Hafer- oder Gerstenflocken
  • ​5 EL Walnüsse, gehakt
  • ​3 EL Kürbiskerne
  • ​2 EL Sesam
  • ​1 EL Leinsamen
  • ​1 EL Chiasamen
  • ​4 getrocknete Feigen
  • 2 Datteln, entsteint
  • ​6 EL Mandeln, gehakt
  • ½ TL Cassia Zimt, gemahlen
  • ½ TL Kardamomsamen, genmahlen
  • ½ TL getrockneter Ingwer, gemahlen
  • ¼ TL Macis, gemahlen
  • ¼ TL Pfeffer, gemahlen
  • 6 EL Dattelsirup
  • 1 Prise Steinsalz
  • ​Backofen (Umluft) auf 100 °C vorheizen.
  • In einer ausreichend großen Schale vermische alle Zutaten gut miteinander, es darf ein wenig klumpig werden.
  • Verteile die Mischung auf ein Backblech mit Backpapier
  • Für etwa 30-40 Minuten im Ofen backen bis die Mischung trocken und knusprig ist.
  •  Abgekühlt in Gläsern luftdicht verschließen.

​Exotischer Kokos - Mango Morgenbrei

Zutaten für ​1-2 Personen
Zubereitungszeit ca. 10-20 Min.

  • ​1 TL Kokosöl
  • 100g Haferflocken
  • 200 ml Kokosmilch oder Hafermilch
  • 1 Prise Salz
  • ¼ TL Zimt, gemahlen
  • ¼ TL Kardamomsamen, gemahlen
  • ¼ TL Macis (Muskatblüte)
  • ½ TL Ingwer, frisch gerieben
  • ½ TL Kurkumawurzel, frisch gerieben
  • 1 EL Kokosraspeln
  • 3 getrocknete Mangos, kleingeschnitten
  • 2 Datteln, kleingeschnitten
  • 1EL Kokosblütenzucker
  • ​Kokosöl erhitzen und alle Gewürze darin kurz erwärmen, bis sie duften
  • Die Haferflocken hinzufügen
  • Zusammen mit der Koksmilch und Kokosraspeln langsam aufkochen
  • und bei kleiner Hitze 3 Min. köcheln lassen
  • Dann das Porridge in eine Schale geben und mit den Trockenfrüchten und dem Zucker garnieren und warm genießen.

​Gewürzte Mandelmilch

Zutaten für ​2 ​Portionen
Zubereitungszeit ca. 10 Min.

ayurvedische Mandelmilch
  • ​½ Liter Mandelmilch
  • ½ TL Zimtpulver
  • 2 Prisen Muskat, frisch gerieben
  • ¼ TL Ingwerpulver
  • 2 Fäden Safran
  • ½ TL Kokosöl
  • ½ TL Kokosblütenzucker (kann entfallen)
  • ​Die Milch, Gewürze und Kokosöl zusammen erhitzen.
  • 5 Min köcheln lassen.
  • Nach Bedarf mit Kokosblütenzucker süßen.

Trinke diese Gewürzmilch so warm wie möglich und anstatt des Frühstücks. Du darfst dann bis zum Mittagessen ein wenig Kaffee (ohne Kuhmilch) und reichlich heißes Wasser trinken. 


Gewichtsreduktion durch den Verzicht auf das Frühstück

Wer morgens viel Kapha, mit der dazugehörigen Trägheit und Lustlosigkeit verspürt, sollte besser auf das Frühstück verzichten.

Wenn wir ganz ehrlich zu uns sind, verspüren wir meist morgens auch keinen sehr großen Hunger. Ayurveda empfiehlt ein „ehrliches“ Hungergefühl zu entwickeln, mit dem dazugehörigen Hungergefühl und gern auch mal Magenknurren. Hier gilt der einfache Spruch:

„Hast Du Hunger iss,
hast Du keinen Hunger iss nicht!“

Klingt banal, wird aber oft ganz anders gelebt. Wie oft essen wir „aus prophylaktischen Gründen“? Der Alltag diktiert uns und geht nicht immer konform mit unserer inneren Uhr.

Zurzeit wird Intervallfasten empfohlen, um Körpergewicht und Bauchfett deutlich zu reduzieren. Im jahrtausendealten Medizinsystem Ayurveda ist diese Methode schon lange bekannt. Durch den Verzicht auf das Frühstück, kannst Du eine Fastenintervall von bis zu 17 Stunden erreichen (die letzte Mahlzeit um 19 Uhr und die nächste wieder um 12 Uhr konsumiert).

Dein Agni wird dann ordentlich lodern und somit die Verwertung der Mittagsmahlzeit richtig gut sein. Meiner Erfahrung nach fallen auch die Heißhungerattacken am Nachmittag weniger stark aus. Insbesondere Menschen mit einem hohen Kapha Anteil können sehr von diesem kleinen Trick profitieren.

Pitta-Menschen werden auch morgens schon ein deutliches Hungergefühl verspüren.

Vata Konstitutionen könnten gut auf das Frühstück verzichten, da sie ja sowieso nur wenig Hunger oder Appetit verspüren. Aus ayurvedischer Sicht wird den Menschen mit viel Vata aber eher von einem völligen Weglassen des Frühstücks abgeraten.

Die Vata Menschen sollten sich zumindest die warme Mandelmilch gönnen (siehe ​oben).

Mein Tipp, um auf das Frühstück zu verzichten:

  • ​Trinke morgens 300-500 ml sehr warmes Wasser
  • Halte Dir ein paar Nüsse bereit, falls der Hunger zu stark werden sollte
  • Lege Deine Mittagsmahlzeit recht früh auf 11:30-12:30 Uhr und iss Dich richtig satt
  • Iss am Abend nicht zu spät. Die letzte Mahlzeit solltest Du um 19 Uhr gegessen haben.
  • Gehe vor 22 Uhr ins Bett.

​Alleinig diese kleine Nahrungsumstellung wird eine Gewichtsreduktion, ein Gefühl von Leichtigkeit und bessere Verdauungsleistung mit sich bringen. Möchtest Du diesen Effekt erreichen, so solltest Du das für mindestens 28 Tage lang durchhalten.

05 Jan 2019

Ayurvedische Helferlein bei Erkältung

Ingwer und Honig
Die Beste und schnellste Methode um dem ersten Kratzen im Hals und der allgemeinen Abgeschlagenheit entgegen zu wirken ist diese einfache Rezept: Schneide ein paar dünne Scheibchen Bio Ingwer und tauche ihn in einen dunkeln Honig, iss dann nach und nach die Scheibchen. Du wirst die stimulierende und erhitzende Wirkung sofort spüren. Ingwer entfaltet zusammen mit Honig seine antibakterielle und virustatische Wirkung optimal.


Wem diese Mischung zu viel Schärfe hat, wandelt mit Kurkuma ab
Kurkuma wirkt ebenfalls entzündungshemmend und antibakteriell und ist dem Ingwer verwandt. In Indien gilt die Kombination von Kurkuma und Honig als natürlicher Hustenstiller.


Fieber zulassen! Hast Du Fieber oder erhöhte Temperatur, dann versuche Deinen Organismus dabei zu unterstützen. Er erzeugt dies hyperthermische Reaktion, um alle Viren und Bakterien abzutöten. Gönne Dir nun viel Ruhe, faste und schlafe. Falls Du keine Schmerzen verspürst, versuche auf Schmerzmittel und fiebersenkende Medikamente zu verzichten. Dein Körper wird immunologisch dazulernen und rascher und nachhaltiger diesen Infekt überwinden.


In der Ruhe liegt die Kraft
Lehn dich in dieser Zeit zurück und fahr das Tempo runter. Dein Körper kämpft gegen die Eindringlinge und braucht deine Unterstützung. Wenn du ihm keine Ruhe gönnst, machst du es ihm noch schwerer und im schlimmsten Fall dauert das Auskurieren länger.


Frische Luft
Wenn du dich nicht total schlapp fühlst, versuche dich an der frischen Luft zu bewegen. Die vermehrte Sauerstoffzufuhr hilft Deinen Atemwegen bei der rascheren Regeneration und Dein Blutdruck wird ein wenig aufgemuntert.


Trinkkur mit heißem Wasser und Ingwertee.
Heißes Wasser schürt Dein Agni, das Verdauungsfeuer, verdünnt zähes Krankheitssekret und lässt es besser abfließen, regt die Schweiß Produktion an und stimuliert damit die Ausscheidung der Giftstoffe über die Haut und nicht zuletzt hilft es ausgetrocknete Schleimhäute wieder zu befeuchten. Trinke gelich morgens Dein obligatorisches heisses Wasser und im Laufe des Tages ca. 2 l in kleinen Schlückchen.


Milchprodukte weglassen
Milch, Jogurt und Quark gelten sowohl im Ayurveda als auch in der TCM als verschleimend und kalt. Also alles das, was du bei einer Erkältung überhaupt nicht gebrauchen kannst. Meide Milchprodukte einfach bei einer Erkältung oder auch vorbeugend, wenn du öfter krank wirst.

05 Apr 2018

Endlich wieder Frühling!

So wie die Säfte in die Bäume einschießen spüren auch wir wie wieder unsere Kraft zurückkehren.

Doch so manch einer neigt zu der Frühjahrmüdigkeit.

Ayurveda macht dafür das Kapha Dosha verantwortlich.

Kapha – bestehend aus den Elementen Erde und Wasser – kann sich schwer, dumpf und träge auf körperlicher und geistiger Ebene äußern. Wer das von sich kennt, sollte jetzt unbedingt „kapha-reduzierende“ Maßnahmen ergreifen:

  • Morgens möglichst früh aus dem Bett und ein wenig mit einigen moderaten, körperliche Ertüchtigungen den Kreislauf in Schwung bringen
  • Ein großes Glas warmes Wasser vor dem Frühstück trinken, sowie den gesamten Tag über 2 – 3 Liter warmes Wasser oder Ingwerwasser trinken
  • Ein kleines, warmes Frühstück bestehend aus Getreidebrei mit leckeren Gewürzen wie Zimt, Ingwer und Kardamom einnehmen
  • Das Mittagessen sollte Bitterstoffe, wie Blattsalat, reichlich Gemüse und ausreichend Eiweiß liefern. Keine frittierten Nahrungsmittel und keine Fertigprodukte essen. Die machen Dich sowieso nicht satt – und erst recht nicht glücklich.
  • Bitte zwischen 12 – 14 Uhr die Hauptmahlzeit einnehmen.

Wer „richtig detoxen“ möchte bereitet sich das Kitchardi zu (das Rezept bekommst Du im nächsten Blog)

  • Nachmittags möglichst nur warmes Wasser oder Ingwertee trinken, wieder eine moderate Bewegungseinheit einbauen und auf Mittagsschlaf verzichten
  • Abends ein leckeres, aber leichtes Gemüsesüppchen als letzte Mahlzeit. Verzichte auf Brot oder kohlenhydratreiche Beilagen
  • Danach bitte nichts mehr essen und möglichst rechtzeitig ins Bett
  • Alkohol ist in Deiner kapha-reduzierenden Detoxzeit Tabu

Wenn Du das einhalten kannst, wir dieser Frühling super: Kraft, Idealgewicht und gute Immunität sind das Resultat.

Viel Spaß damit.

 

22 Nov 2017

Ayurvedische Hausmittel gegen aufkommende Erkältung

Probiere Ingwer in der kalten Jahreszeit! Ingwer geschnitten und mit heißem Wasser übergossen wärmt von innen und ist prima für die Immunabwehr. Oder starte Dein nächstes Mittagessen mit diesem anregenden Ingwer-Orangen-Drink:

Ein fruchtiger Aperitif mit gehöriger Schärfe, der die Lebensgeister weckt, das Verdauungsfeuer anregt und besonders bei träger Verdauungskraft, verlangsamtem Stoffwechsel oder Immunstärkung geeignet ist. Bei einer sich ankündigenden Erkältung ist dieser Trunk eine leckere Immunstärkung. Wegen der Schärfe sollten ihn Personen mit empfindlichem Magen nur zurückhaltend genießen.

FÜR 4 PORTIONEN:

1 Stück frischer Ingwer (6 cm lang), gerieben
Saft von 1/2 Zitrone
2 EL Vollrohrzucker
1 Prise Salz oder Steinsalz
TL Muskat
TL Kardamom
2 reife, süße mittelgroße Orangen

Ingwerwurzel sehr fein reiben. Zitronensaft mit Zucker, Steinsalz, Muskat, Kardamom und 4 TL Ingwersaft mischen. In frisch gepressten Orangensaft rühren und als Erfrischungstrunk in vier kleinen Cocktailgläsern servieren.

 

>